Tür entriegeln

Fall Tür entriegeln
Tür entriegeln
Wie verhindere ich, dass mein Schlüssel verhakt und abreißt?
Der Schlüssel reist beim einfädeln ins Schloss bzw. abziehen etwa zweimal im Jahr ab.

Lösungen
 

Lösungsansatz Entriegelung

Schloss-Kompatibel

Sprechanlagen-Kopatibel

Hand-Fernbedienung

Lösungsansatz Antrieb

zugelassen für Wohnungstür

Freilauf

Bedienbar bei Stromausfall

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NUKI smart Lock 2.0

Hersteller: Nuki Home Solutions GmbH

NUKI smart Lock 2.0
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NUKI FOB

Hersteller: Nuki Home Solutions GmbH

NUKI FOB
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CESeasy

Hersteller: Clétron GmbH

CESeasy
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Nello one

Hersteller: Nello - locumi labs GmbH - by SCLAK S.p.A.

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NUKI Bridge

Hersteller: Nuki Home Solutions GmbH

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systeQ DA250

Hersteller: esco Metallbausysteme GmbH

systeQ DA250
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SysteQ go

Hersteller: esco Metallbausysteme GmbH

SysteQ go
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Porta matic

Hersteller: Hörmann KG Verkaufsgesellschaft

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ECturn

Hersteller: GEZE GmbH

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Slimdrive EMD

Hersteller: GEZE GmbH

Slimdrive EMD
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PORTEO

Hersteller: dormakaba Deutschland GmbH

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Integrierter Drehflügeltürantrieb ASSA ABLOY SW200i (Integra)

Hersteller: ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

Integrierter Drehflügeltürantrieb ASSA ABLOY SW200i (Integra)
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Elektromechanische Drehflügeltürantriebe (vormals Besam)

Hersteller: ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

Elektromechanische Drehflügeltürantriebe (vormals Besam)
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Platzsparendes Balance-Drehflügeltürsystem SW1000B (vormals Besam)

Hersteller: ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

Platzsparendes Balance-Drehflügeltürsystem SW1000B (vormals Besam)
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eDoor

Hersteller: WIR elektronik GmbH & Co. KG

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ETS 42

Hersteller: ECO Schulte GmbH & Co. KG

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ETS 64-R

Hersteller: ECO Schulte GmbH & Co. KG

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ETS 64-R IRM

Hersteller: ECO Schulte GmbH & Co. KG

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ETS 64-R IRM-SRI

Hersteller: ECO Schulte GmbH & Co. KG

ETS 64-R IRM-SRI
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ETS 73

Hersteller: ECO Schulte GmbH & Co. KG

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Drehflügeltürantrieb

Hersteller: Gilgen Door Systems Germany GmbH

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27 Lösungen mit 8 Kriterien | Legende: Ja, Nein, Bedingt

Herausziehen des Schlüssels verhakt dieser sich gelegentlich. Dadurch reißt der Schlüssel ca. 1x im halben Jahr ab.

Ein alternativer Weg zur Entriegelung der Tür umgeht das Risiko der Querbelastung des Schlüssels.

Einschränkungen der Bewegungsfreieheit durch abgerissene Schlüssel werden vermieden.

Ressourcen:

  • Schlosshersteller: GKS.
  • Gegensprechanlage: GIRA 1675110 Display Wohnungsstation Präsentation Video AP
  • Die Wohnungstür wird durch eine Dachschräge auf etwa 95° beschränkt.
  • Knöpfe mit hinreichend grossem Durchmesser können gedrückt werden - Apps & Smartphone stellen in der Regel Barrieren dar.

Bisherige Lösung:

  • Schlüssel ist an einem Holzgriff mit Loch befestigt. Öffnung durch beidhändiges Führen des Holzgriffes. Ein Finger wird durch die Öffnung des Holzgriffes geschoben. Mit Hilfe der Handgelenke, des Oberkörpers und der Arme werden Drehbewegungen durchgeführt.
  • Beim Abreissen des Schlüssels wird ein Servicedienst verständigt.

Laborauftrag:

Finden Sie Lösungen die das Risiko verringern, dass der Schlüssel abreisst. Die Tür soll zuverlässig und selbstständig mit einem mobilen Funkknopf - und nach Möglichkeit vom Bett aus - geöffnet werden können. Andere Personen (z.B. der Pflegedienst) soll die Tür weiterhin mit einem mechanischen Schlüssel öffnen können.

Lösungsansätze:

  • Öffnen der Tür
    • Türantrieb
    • Kraftumlenkung zum Öffnen/Schließen der Tür nach unten (so dass das Arretieren der Bremsen durch die Schwerkraft ersetzt wird. (Verworfen)
  • Entriegeln der Tür
    • Motorschloss
    • e-Türöffner (Türsummer) (angedacht in Kombination mit dem Türantrieb

Entscheidungsbegründung

  • Unerwünscht sind Ausfälle durch Handbetrieb - (Negativerfahrungen)
  • Unerwünscht sind Antriebssysteme, bei denen bei Stromausfall eine Federkraft überwunden werden muss. (Risikobewertung)
  • Priorität hat das Kernproblem der Abbrechen der Schlüssel. (Alltagsrelevanz)
  • Der Zugang für Pflegedienst und Betreuungskräfte soll weiterhin gewährleistet sein. (Alltagsrelevanz)
  • Deshalb ist ein Motorschloss gesucht - damit können die Schmerzen beim Türöffnen nicht systematisch umgangen werden.
    • Mechanischer Schlüssel und Transponder werden gemeinsam getragen
    • Es soll vom Bett aus angesteuert werden können.
    • Ein Kamerabild soll integriert werden können und die Haustüre angesteuert werden können.

Individuelle Ausgangslage

Neben dem Kernproblem zeigen sich verschiedene Begleitprobleme im Prozess, die mit verschiedenen Zielsetzungen verknüpft werden können:

  • Kernproblem Abreissen: Beim Herausziehen verhakt der Schlüssel etwa zweimal im Jahr. Er bricht ab und kann so nicht mehr genutzt werden. Das kann unter Umständen auch dazu führen, dass die Wohnung nicht betreten werden kann. Ziel ist es, das Risiko des Schlüsselabrisses bzw. der zu Grunde liegenden Querbelastung des Schlüssels zu reduzieren - etwa durch ein Motorschloss. Damit sollen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit durch abgerissene Schlüssel vermieden werden.
  • Schmerzen: Der aktuelle Prozess des Türöffnens verursacht Schmerzen, weil der Oberkörper durch die Drehbewegung beim Öffnen und Schliessen der Tür gegen eine Rückenstange des Rollstuhls gedrückt wird. Ergänzendes Ziel ist es, die Schmerzen zu verhindern, etwa durch einen Türantrieb. Dadurch soll die Gesundheit durch eine verbesserte Ergonomie gefördert werden.
  • Manövrieraufwand: Für das Entriegeln und Öffnen der Tür muss der Rollstuhl wiederholt rangiert werden und die Bremsen arretiert und wieder gelöst werden. Ergänzendes Ziel ist es, den Gesamtprozess der Türöffnung zu erleichtern. Dadurch soll der Alltag entlastet werden, denn die Tür ist eine Barriere, die mehrfach täglich überwunden werden muss.
  • Besuche: Im Krankheitsfall kann die Tür vom Bett aus nicht geöffnet werden. Ergänzendes Ziel ist es, die die Wohnungstür im Krankheitsfall vom Bett aus zu öffnen. Dadurch soll Soziale Teilhabe auch im Krankheitsfall möglich werden.


Rahmenbedingungen

  • Eigentumsverhältnisse: Die Wohnung ist angemietet. Eine Erlaubnis des Vermieters zur Veränderung liegt vor - allerdings müssen sämtliche Änderungen gegebenenfalls bei Auszug auf eigene Kosten rückgängig gemacht werden. Deshalb wird eine minimalinvasive Lösung gesucht.
  • Normen:
    • Brandschutz: Die betroffene Tür ist eine Brandschutztür. Deshalb führen Veränderungen im Gesamtsystem, das aus Tür, Zarge und schloss besteht ggf. zu Verlust des Zertifikats.
    • Einbruchschutz: Die Widerstandsklasse der Tür (RC1N, RC2, RC3, RC4) soll erhalten werden.
  • Bauliche Gegebenheiten:
    • Statik: Die Wand oberhalb des Türsturzes ist gemauert und in der Lage das Gewicht eines Türöffners zu tragen und die entstehenden Kräfte abzuleiten. Sie muss nicht verstärkt werden.
    • Platz: Der Platz zur Montage eines Türantriebs und ggf. einer Notstromversorgung über der Tür ist wie folgt bemessen:
      • Die freie Fläche über der Tür hat eine höhe von 48,8cm. Sie mündet zur Angel in einer Dachschräge, die sich seitlich über 37cm erstreckt. Der Minimale Abstand zwischen Zarge und Decke bemisst über der Türangel 9cm
      • Die Tür schlägt bei einem maximalen Öffnungswinkel von etwa 110° gegen eine Dachschräge
    • Elektrik: Der Anschluss an die 230V-Energieversorgung ist unmittelbar neben der Tür vorhanden.
    • Masse der Tür: Das Türblatt ist etwa 98,5 cm breit. Die Tür ist (Grundlage zur Einschätzung des Gewichts) etwa 3cm dick.
    • Tür-Typ: Es handelt sich um eine Drehflügeltür, die nach innen in den Raum öffnet. Von innen betrachtet ist das Drehgelenk auf der rechten Seite.

Der Zugang zur Wohnung muss für den Pflegedienst sichergestellt sein.

  • Mechanischer Schlüssel: Bevorzugt wird, wenn der Zugang unverändert mit dem mechanischen Schlüssel gestaltet ist.
  • Handführung: Die Tür soll nach wie vor durch den Pflegedienst von Hand geöffnet werden können, ohne Störungen an der Tür, am Entriegelungssystem oder am Türantrieb aufzuwerfen.

    Entscheidungspfad

    • Öffnen auf Knopfdruck [verworfen]: Entscheidungsleitend ist die Frage, ob die Tür auf Knopfdruck lediglich entriegelt werden soll und damit abgerissene Schlüssel verhindern soll oder ob die Tür auf Knopfdruck vollständig geöffnet werden soll. Zunächst fokussieren wir auf das vollständige Öffnen der Tür. Hierzu werden verschiedene Türantriebssysteme bertrachtet:
      • Manuelle Führung: Alle an der Lösungen beteiligten Personen haben Erfahrung mit erschwertem Türlauf oder faktischer Blockade der Tür gemacht, wenn die Tür ohne Rücksicht auf den Türantrieb von Hand geöffnet wird. Mitunter muss der Service des Herstellers beansprucht werden, um die Tür wieder zu kalibrieren und in einen Betriebsbereiten zustand zu versetzen. Deshalb ist die Grundlegende Anforderung an den Türantrieb die Manuelle Führung (Freilauf, Handbetrieb etc.). Alternativ muss verhindert werden, dass die Tür aus versehen manuell geöffnet wird - etwa durch einen Schlüsselschalter als Erinnerung und erzwungenen Weg zur Entriegelung der Tür. Die Konsequenzen der Entscheidung münden in Haftungsfragen: Wer ist mit welchen Modalitäten dafür zuständig, die Tür wieder in Funktionsbereitschaft zu versetzen - und wer trägt hierfür die Kosten?)
      • Stromausfall: Das Risiko eines Stromausfalls und die daraus resultierenden Effekte werden von der betroffenen Person höher gewichtet als der Mehrwert im Alltag. Der Wunsch, einen Stromausfall mit einem Pufferakku zu kompensieren, bei Stromausfall nicht gegen eine Rückholfeder arbeiten zu müssen und gleichzeitig die manuelle Führung zu erfüllen, kann zum Zeitpunkt der ersten Recherche (09/2020) nicht erfüllt werden. Deshalb wird der Lösungsansatz des Türantriebs verworfen.
    • Entriegelung auf Knopfdruck (gewählter Lösungsansatz): Die Öffnung auf Knopfdruckt eröffnet einen zusätzlichen Weg, die Tür zu entriegeln.
      • Türsummer (verworfen): Mit einem Elektrischen Türsummer (Türschnapper, Türöffner), wie er auch an der Haustür verbaut ist, kann eine Zugezogene, aber nicht verriegelte Tür mit Knauf an der Aussenseite geöffnet werden. Die Montage eines Türsummers kann jedoch zum Verlust des Brandschutz-Zertifikats der Tür führen, deshalb wurde diese Lösung verworfen.
      • Motorschloss (gewählter Lösungsansatz): Als Lösung gewählt wurde ein minimalinvasiv nachrüstbares Motorschloss gewählt.
        • Schloss-Kompatibel: Die Lösung muss Kompatibel zum bestehenden Schliesszyinder bzw. zumindest zum Hersteller des Zylinders sein, damit der Pflegedienst die bestehenden Schlüssel der Schliessanlage weiterhin verwenden kann.
        • Sprechanlagen-Kompatibel: Damit perspektivisch auch die Haustür vom Bett aus geöffnet werden kann, soll das Motorschloss auch eine Schnittstelle zur Sprechanlage anbieten, mit der der Türsummer der Haustür angesteuert werden kann.
        • Hand-Fernbedienung: Die Fernbedienung der Lösung soll bedient werden können
        • Wand-Fernbedienung: Nach Möglichkeit soll über einen zusätzlichen Taster bzw. über eine zweite Fernbedienung die Tür vom Bett aus geöffnet werden können.

    Türblatt + Zarge

    Linke Bildhälfte: Türblatt, rechte Bildhälfte: Zarge


    Prozess

    1. Wunsch, die Tür zu öffnen
    2. Zur Tür Rangieren
    3. Bremsen arretieren
    4. Schlüssel aufnehmen
    5. Schlüssel ins Schloss stecken [Abbruch-Risiko]
    6. Schloss entriegeln
    7. Tür Aufstoßen
    8. Bremsen lösen
    9. Durch die Tür rangieren
    10. Bremsen arretieren
    11. Schlüssel aufnehmen
    12. Schlüssel abziehen [Abbruch-Risiko]
    13. Bremsen lösen
    14. Rollstuhl aus dem Schließbereich der Tür fahren
    15. Tür schließen
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