Caring Community Map (ccMap)
Vom Nebeneinander zum Miteinander
Wir laden interessierte Gemeinden von Beginn an ein mitzugestalten und Transfergemeinde zu werden!
Aktueller Stand (24.07.2024): Projekt wird in Eigeninitiative umgesetzt
Warum sollten wir Transfergemeinde werden?
- Karte: Transfergemeinden bekommen eine interaktive Landkarte, die auf der Gemeinde-Webseite eingebettet werden kann.
- Qualität: Das Projekt hat eine bessere Datengrundlage zu Angeboten - und kann bessere interaktive Filter entwickeln. Diese Filter reichern zum Projektende die Karten aller Gemeinden an.
In 3 Schritten zur eigenen Karte & Broschüre
Möchten Sie Ihren Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Angeboten erleichtern? Möchten Sie eine filterbare Karte auf Ihrer Website? Möchten Sie Ihren Beratenden und Anlaufstellen ermöglichen, eine individuelle Broschüre auf Knopfdruck zu erzeugen? Dann machen Sie mit!
Wir ermöglichen allen Akteuren der Gemeinde, eine digitale Visitenkarte auf einer digitalen Landkarte abzulegen. Die digitale Visitenkarte enthält neben der Website von Akteuren auch häufig gesuchte "Direkt-Links", z.B. Anfahrtsbeschreibung, Angebotsübersicht und Kontaktseite).
- Mitmachen: Sie teilen uns mit, dass Sie sich am Projekt beteiligen möchten.
- Wir senden Ihnen einen Link für Ihre Gemeinde.
- Einladen: Sie verteilen diesen Link an die Anspruchsgruppen im Themenfeld "Aging in Place"
- Die Anspruchsgruppen hinterlegen Ihre Adresse
- Freigeben: Sie geben die Andresse zur Ansicht frei und betten die Karte auf Ihrer Webseite ein.
Mit unseren Kriterien können die Bürgerinnen und Bürger Karteninhalte filtern - so dass nur das angezeigt wird, was für relevant ist. Dieser Bereich ist der Kern unseres Projekts und wird im ersten Halbjahr 2025 entwickelt.
Mit unserer Broschüre auf Knopfdruck ermöglichen wir es Gemeinden, die Angebote als Komplettübersicht oder als individuelle Broschüre auf Knopfdruck zu erzeugen. Über diese Leistung finanzieren wir den nachhaltigen Betrieb von WiQQi. Für die Gemeinden liegen die Kosten weit unter den Personalkosten die beim händischen zusammenstellen von Broschüren entstehen.
Mitmachen per Formular Mitmachen per E-Mail
Prototyp der Karte
Der Prototyp wurde in Zusammenarbeit mit de Stadt Frauenfeld (CH) erstellt.
88 Adressen
Das Projekt ccMap
Ausgangslage
Ausgangslage In der ländlichen „Sorgenden Stadt Hemau“ (10 TSDEW), einer Transferkommune des Caring-Community-Modellprojekts Agil leben im Alter (ALIA) der LUCE Stiftung, gibt es zahlreiche formelle (u.a. drei vollstationäre Pflegeheime, Einrichtungen der Lebenshilfe und des Deutschen Blindeninstituts, mehrere Haus- und Facharztarztpraxen) und informelle (u.a. Nachbarschaftshilfe, Blickpunkt Auge e. V., AWO-Computerclub) Angebote für das Aging in Place (AiP), die das Wohnen und Leben älterer Menschen im angestammten Sozialraum ermöglichen. AiP-Angebote wirken sowohl gesundheitsförderlich und primärpräventiv im Vorfeld von Hilfe- oder Pflegebedürftigkeit als auch bei Krankheit und/oder Pflegebedürftigkeit. Jedoch ist die Vielzahl und Vielfalt dieser AiP-Angebote für alle adressierten Anspruchsgruppen (Bürgerinnen und Bürger, sorgende und pflegende Angehörige, Vereine, Bildungseinrichtungen sowie professionelle Sozial-, Pflege- und Gesundheitsdienstleister) nicht überschaubar, nicht barrierearm zugänglich und häufig auch nicht (tages-) aktuell. So konnten im ersten Projektquartal (10/2023-03-2024) der „Sorgenden Stadt Hemau“ neue bzw. bisher nicht allgemein vor Ort bekannte AiP-Angebote (u.a. Anbieter von Angeboten zur Unterstützung im Alltag/AUAs) identifiziert, vernetzt und in das Projekt eingebunden werden.
Initiative
Daraus ist der bedarfsorientierte Wunsch nach einer partizipativ entwickelten und nachhaltig sowie fortlaufend transparent (digital) verfügbaren und zugänglichen Übersicht von AiP-Angeboten entstanden. Die digitale Infrastruktur und interaktiven Landkarten des Citizen-Science Projekts WiQQi können AiP-Angebote auf einer Karte geographisch strukturieren und nach (individuellen) Kriterien der Caring Community (cc) filtern. Daraus ergibt sich die nachfolgende leitende Forschungsfrage.
Forschungsfrage
Nach welchen Kriterien können AiP-Angebote strukturiert erfasst werden, damit die unterschiedlichen Anspruchsgruppen einer Caring Community (cc) mit maximal „fünf digitalen Klicks“ eine geeignete Auswahl von AiP-Angeboten erhalten.
Theoretische Grundlagen
Das Projekt bezieht sich auf den Begriff „Citizen Science proper“ (Finke 2014) und der Akteur-Netzwerk-Theorie (Latour 2006, Callon 2006) sowie transfer-relevanten Modellen der Kommunikation (Fisher et al. 2018), Systemtheorie (Senge 2021) und des Lernens (Festinger 2012).
Methode
Im Projekt ccMap (Caring Community Map: vom Nebeneinander zum Miteinander) wird eine interaktive, partizipativ erstellte Landkarte methodisch als Katalysator genutzt, um das bestehende Netzwerk zu aktivieren und zur Forschung in eigener Sache zu ermächtigen. Basierend auf Mechanismen der Akteur-Netzwerk-Theorie wird ein Gruppen- und Forschungsprozess in drei Phasen umgesetzt: Die Phasen adressieren das konkrete Erfahren von (I) Selbstwirksamkeit in der Datenerhebung, (II) Gemeinschaft in der Datenauswertung und (III) Mehrwerten in der Dissemination von Wissen. In diesem Rahmen werden die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens instrumentell als Leitlinie zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung genutzt. Sozial vereinbart werden die Ansprüche nach Partizipation, Nachvollziehbarkeit, methodischer Transparenz technisch „inskribiert“ und so „by design“ umgesetzt.
Nach welchen Kriterien können AiP-Angebote strukturiert erfasst werden, damit die unterschiedlichen Anspruchsgruppen einer Caring Community (cc) mit maximal „fünf digitalen Klicks“ eine geeignete Auswahl von AiP-Angeboten erhalten.
Ziel
Ergebnis des Projekts ccMap ist
- eine nachhaltig und partizipativ aktualisierte, interaktive Landkarte der AiP-Angebote in der Stadt Hemau, die auf Knopfdruck tagesaktuell ausgedruckt werden kann.
- Ein aktiviertes Netzwerk, dass zudem ermächtigt ist, eigene Forschungsfragen aufzuwerfen und mit Unterstützung methodisch zu bearbeiten.
- Strukturen und Prozesse sind so aufbereitet, dass sie niederschwellig in die Transferregion Allgäu und Bodensee übertragen werden können.
Impact
Die Regionen beziehen bei der Entwicklung neuer AiP-Angebote auch die „gute Praxis“ anderer Regionen ein. So wird einerseits überregional Qualität entwickelt und andererseits die Vernetzung im Bereich seltener Bedarfe und besonderer AiP-Angebote unterstützt.
- Stadt Hemau (Stand 14.05.2024) Sorgende Stadt Hemau
- da Hemauer (Januar 2024) Sorgende Stadt Hemau bleibt im Gespräch (S. 11)
- da Hemauer (März 2024) Sorgende Stadt Hemau: Erste Demenzpartner-Schulung (S. 14)
- da Hemauer (April 2024) Sorgende Stadt Hemau: Zweites Multiplikatorentreffen am 22. April (S. 15)
- da Hemauer (Dezember 2023) Projekt "Sorgende Stadt Hemau" stellte sich beim Hemauer Bürgerforum vor (S. 12, 18)
- da Hemauer (November 2023) Hemau wird zur sorgenden Stadt (S. 15)
- ALIA GmbH (Stand 14.05.2024) ALIA - Agil leben im Alter
- WiQQi (Stand 14.05.2024) Karte Frauenfeld (Demonstrator)
- Bellinger, Andrea und Krieger, David (2006) ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk- Theorie. Bielefeld: transcript.
- Callon, Michel (2006) Die Sozio-Logik der Übersetzung: Auseinandersetzungen und Verhandlungen von Problematischem und Unproblematischem. In: ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Hrsg. Von Andrea Bellinger und David Krieger. Bielefeld: transcript.
- Festinger, Leon (2012) Theorie der kognitiven Dissonanz. Bern: Huber.
- Finke, Peter (2014) Citizen Science. München, Oekom.
- Fisher, Roger, Ury, William, Patton, Bruce (2018) Das Harvard Konzept: Die unschlagbare Methode für beste Verhandlungsergebnisse. München: Deutsche Verlags-Anstalt.
- Latour, Bruno (2006) Über technische Vermittlung: Philosophie, Soziologie und Genealogie. In: ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Hrsg. Von Andrea Bellinger und David Krieger. Bielefeld: transcript.
- Senge, Peter M. (2021) Die Fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation. Freiburg: Schäffer-Poeschel.