Planung ⇔ Improvisation
Warum wir mehr Improvisieren sollen
Improvisation bedeutet nicht Planlosigkeit, sondern verinnerlichtes lernen aus Denken, Handeln und Reflexion.
Wer keine gemeinsame Nachsorge macht (Retrospektive Sinnstiftung), spielt im Grunde genommen jedes mal ein erstes Konzert.
Vorurteile
- Improvisation hat ein schlechtes Image. Es wird auch als "dahingewurstelt" gedeutet.
- Im Jazz hat Improvisation kein Image-Problem
Wie unterscherscheidet sich Improvistaion und Planung?
- Improvisation synchronisiert denken und Handeln.
- Planen trennt denken und Handeln
Barret schlägt statt akribischer Pläne vor:
- Klare Leitplanken, innerhalb derer man sich frei bewegen darf.
- Comping (Accompaning): Wer nicht führt, geht nicht in den Leerlauf, sondern hört zu und unterstützt.
- Retrospektive Sinnstiftung: Rückblicken was ist passiert. Aus dem gemachten lernen.
- Tacit Knowledge: DAs wissen, das wir nicht aufschreiben können, sondern verinnerlicht haben.
- Frank J. Barret (1998) Creativity and Improvisation in Jazz and Organizations: Implications for organizational Learning
- Josef Herget, Andrea Amerland (Improvisation bietet dynamische Stabilität) https://www.springerprofessional.de/fuehrungstools/leadership/improvisation-bietet-dynamischer-stabilitaet/51628388
- Anja Walter (2015) Der phänomenologische Zugang zu authentischen Handlungssituationen – ein Beitrag zur empirischen Fundierung von Curriculumentwicklungen