Kollaborative TelePflege

Kollaborative TelePflege

Kollegiale Beratung in der Pflege mit Film und Foto neu gedacht.

Wenn wir mit einem für uns völlig neuen Pflegeproblem konfrontiert sind, können wir spontan unser Bestes geben, wir können nach Lösungen recherchieren oder Kolleginnen und Kollegen fragen. Letzteres ist eine bewährte Mischung aus Aufwand und Wirksamkeit. Nicht immer sind besten Ratgeber jedoch zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Das ist umso wahrscheinlicher, je spezieller ein Problem ist - oder: je bedarfsgerechter eine Lösung sein soll.

  • In WiQQi wollen wir die kollegiale Beratung durch das Instrument des "verzehrfertigen Wissens" ergänzen.

Hierzu sammeln wir einerseits einer Liste möglicher Lösungen - und andererseits die Kriterien, die uns in der fachlich und ethisch reflektierten, kriterienorientierten und begründeten Entscheidung helfen. Hierzu gehen wir in WiQQi immer vom Konkreten Einzelfall aus, denn wir wissen, dass auch der Kontext einer Situation darüber entscheidet, ob erwünschte oder unerwünschte Effekte einer Lösung überwiegen. Wenn wir nun andere Menschen losgelöst von Ort und Zeit nach deren Perspektive auf den Einzelfall bitten, sind wir in der Pflicht, den Einzelfall mit seinem Kontext möglichst genau zu beschreiben. Hierzu nutzen wir die Möglichkeiten von Film und Fotografie. Diese erlauben es, mit moderatem Aufwand umfangreich zu dokumentieren und den Blick auf eine Situation zu teilen.

  • Die Potentiale von Film und Fotografie in der Pflege müssen ethisch und fachlich reflektiert sowie konzeptionell limitiert werden.

Primär wollen wir in WiQQi Wissen "verzehrfertig" anbieten. Dieses Wissen soll als Micro-Fortbildung in der Situation ohne Adaption wirksam werden. Wir wollen die ethisch und fachlich reflektierte, kriterienorientierte und begründete Entscheidung stärken. Das hilft uns auch, eigene Routinen zu reflektieren. Nicht zuletzt freuen wir uns, wenn wir die Komplexität und Vielschichtigkeit der Pflege abbilden können und so darstellen, was wir Tag für Tag leisten.

Probleme und Lösungen in der Pflege sind kontextsensibel

Konkret können wir uns etwa fragen, wie wir mit rückenbelsatenden Situationen in der Pflege umgehen. Wir können diese Frage auch konkretisieren: "Wie helfe ich meinem pflegerischen Gegenüber vom Boden auf?" Aber auch diese Frage ist noch sehr weit gefächert. Sie hängt davon ab, welche Personen beteiligt sind und in welchem Kontext das Problem gelöst werden muss. Der Kontext kann umfangreich per Film und Foto dokumentiert werden, wie folgendes Video zeigt:

Die Kommunikation per Foto und Video muss fachlich und ethisch reflektiert werden

Mit den folgenden Filmszenen wollen wir den Dialog um die fachlichen und ethischen Grenzen der Dokumentation per Video aufzeigen:

360°-Dokumentation

Wir haben mit der 360°-Dokumentation mit der (nicht-öffentlichen) Beratung im Einzelfall positive Erfahrungen gemacht, weil wir mit 360°-Fotos rasch und umfassend räumliche Gegebenheiten Dokumentieren können. Während der Recherche wuchs unsere Erfahrung - und damit auch der Blick für das Wesentliche. Diesen Blick konnten wir virtuell nochmals nachholen. Denkbar ist auch die Unterstützung bei der häuslichen Beratung: Die beratende Person könnte von einem Recherche-Team unterstützt werden. So könnten wichtige Nachfragen, die sich aus der Recherche ergeben noch während des Erstgesprächs gestellt werden. Dabei könnten auch Möglichkeiten der Zensur bedacht werden.

In WiQQi setzen wir die 360°-Fotografie vor allem ein, um Orte des Wissens zeitunabhängig zugänglich zu machen. Außerdem wollen wir eine räumliche Verknüpfung von WiQQi-Datenbank und Orten de Wissens bereitstellen. Damit liefern wir eine Alternative zur semantischen Suche - denn nicht immer kann das zielführende Wort gefunden oder erinnert werden.

Technische Lösungen

Im folgenden Video dokumentieren wir verschiedene Lösungen, mit denen wir Video und Ton aufzeichnen. Sie bilden die gleiche bzw. ähnliche Situationen ab und können so Verglichen werden.