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Verzögerungen im Projekt

Warum können kleine Verzögerungen zu Konflikten führen?

Beobachtung: Verzögerungen verringern bei enger Taktung die Reaktionszeit im Projekt.
Das kann Menschen in Bedrängnis bringen uns so zu Konflikten führen.

Beobachtung

  • Auf der Suche nach der Perfektion werden Entscheidungen so weit hinausgezögert, bis der Handlungsspielraum so gering ist, dass keine Entscheidung mehr erforderlich ist.
  • Entscheidungen werden so spät getroffen, dass andere Stellen nicht in der Kontinuierlichen Arbeit sind, sondern sich immer wieder neu Einarbeiten müssen.

Analogie Verkehrsstau

Grundlagen aus der Systemtheorie

Gleichgewichtsprozess mit Verzögerung
Beschreibung: Eine Person, Gruppe oder Organisation unternimmt eine bestimmte Handlung, um ein Ziel zu erreichen, und passt ihr Verhalten einem verzögerten Feedback an. Wenn sie die Verzögerung nicht wahrnimmt, ergreift sie schließlich mehr korrektive Maßnahmen als nötig oder gibt (manchmal) einfach auf, weil sie keine Fortschritte erkennt.
Frühwarnsymptom: "Wir dachten, wir wären im Gleichgewicht, aber dann sind wir übers Ziel hinausgeschossen."
Managementprinzip: In einem trägen System erzeugt ein aggressives Verhalten Instabilität. Seien Sie entweder geduldig, oder machen Sie das System empfänglicher.

Quelle:
Senge, Peter M. (2011) Die fünfte Disziplin. Kunst und Praxis der lernenden Organisation. 11., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag. S. 451.

Improvisation bedeutet nicht Planlosigkeit, sondern verinnerlichtes lernen aus Denken, Handeln und Reflexion.

Wer keine gemeinsame Nachsorge macht (Retrospektive Sinnstiftung), spielt im Grunde genommen jedes mal ein erstes Konzert.

Vorurteile

  1. Improvisation hat ein schlechtes Image. Es wird auch als "dahingewurstelt" gedeutet.
  2. Im Jazz hat Improvisation kein Image-Problem

Wie unterscherscheidet sich Improvistaion und Planung?

  • Improvisation synchronisiert denken und Handeln.
  • Planen trennt denken und Handeln

Barret schlägt statt akribischer Pläne vor:

  • Klare Leitplanken, innerhalb derer man sich frei bewegen darf.
  • Comping (Accompaning): Wer nicht führt, geht nicht in den Leerlauf, sondern hört zu und unterstützt.
  • Retrospektive Sinnstiftung: Rückblicken was ist passiert. Aus dem gemachten lernen.
  • Tacit Knowledge: DAs wissen, das wir nicht aufschreiben können, sondern verinnerlicht haben.